Was ezSongs von anderen Songtext-Apps unterscheidet – aus der Praxis eines Musikers, der seit 40 Jahren auf der Bühne steht.
Ich mache seit über 40 Jahren Unterhaltungsmusik. In der Zeit habe ich so ziemlich jede App ausprobiert, die Songtexte auf einem Tablet anzeigt – und irgendwann gemerkt: Die meisten sind für Kirchenmusiker gedacht oder von Programmierern, die selbst nicht jeden Abend auf einer anderen Bühne stehen. Bei mir liegt der Fokus woanders: schnell und anpassbar. ezSongs ist das Ergebnis davon, ziemlich viele Dinge einfach mal weiterzudenken.
Manche Musiker sortieren ihre Songs nach Tempo, andere nach Titel, wieder andere nach Tonart. Bei ezSongs ist das ein Fingertipp: einmal antippen, und alles ist nach Tempo sortiert – nochmal antippen, und du bist wieder bei Alphabetisch. Im Sortiermenü stehen alle Metatags zur Wahl: Titel, Interpret, Style, Tempo, Takt, Tonart, Tanzstil, Code, Nummer, Hinzugefügt am, Beliebteste, Jahr, Time und deine eigenen Farbmarkierungen. Reicht das nicht, legst du eigene Metatags an und sortierst danach.


Im Songtext trägst du Metatags einfach als Zeile ein – Topic:, Key:, Tempo:, Style:, Jahr: und mehr, dazu farbige Regie-Blöcke direkt im Rohtext. Jede Kategorie verwaltest du selbst: Einträge umbenennen, löschen oder neu anlegen. Nichts ist in einer Datenbank versteckt, alles lässt sich exportieren und in anderen Apps nutzen.
Wer lieber in Feldern schreibt, öffnet die Seitenleiste und trägt alles dort ein. Und in der Kategorien-Übersicht siehst du alle Einträge einer Kategorie mit den zugeordneten Songs – zum Umbenennen, Zusammenlegen oder Umsortieren, ohne jeden Song einzeln zu öffnen.




Ob „Styles“, „Taktart“, „Tanzstil“ und „Jahr“ oder eine ganz andere Auswahl mit eigenen Icons unten in der Seitenleiste erscheint, entscheidest du. Nur „Alle“ und „Setup“ sind fest – Reihenfolge und Auswahl baust du dir so, wie es zu deiner Art zu spielen passt.


Ich spiele in mehreren Besetzungen: eine Bibliothek für Solo-Auftritte, eine andere für das Duo mit Sängerin – die braucht schließlich andere Tonarten. Deshalb bleiben Bibliotheken, Setlisten und Bücher bei ezSongs strikt getrennt.
Und wenn du auf der Bühne spontan einen Song brauchst, der in einer anderen Bibliothek liegt: ein Button, eine Suche über alle Bibliotheken, und du rufst ihn direkt auf oder kopierst ihn herüber – ob einen Song oder hundert, ohne die andere Bibliothek zu öffnen.

ezSongs sichert automatisch, mit frei wählbarem Intervall und fester Anzahl, bevor das älteste Backup weicht. Manuelle Backups bleiben, bis du sie löschst – und lassen sich gegen versehentliches Löschen schützen. Speicherort: Dropbox, Google Drive, iCloud Drive oder das iPad selbst.
Texte wiegen Kilobyte, Aufnahmen Gigabyte. Deshalb landen Audiodateien in einem zweiten, separaten Paket: Daten häufig sichern, Audio gelegentlich – und keine Textänderung erzwingt ein neues Audio-Backup.
Änderst du unterwegs am iPhone einen Text, ist er auf dem iPad schon da. Der Abgleich läuft über dein eigenes iCloud Drive – ohne dass du etwas anstoßen musst.

Bis zu 15 Spuren gleichzeitig, Klickspur automatisch erkannt, Tempo anpassbar. Dazu vier frei belegbare Sprungpunkte mit eigener Loop-Funktion – und du wählst, wann gesprungen wird: sofort, zum nächsten Takt oder erst am Ende des Abschnitts.
Die Idee kam von einem Saxophonisten: „Ich will zur nächsten Form springen – aber erst, wenn der aktuelle Teil zu Ende ist.“ Er spielt sein Thema aus und landet sauber im Chorus, den er dann loopt. Dafür braucht es ein einigermaßen schnelles iPad mit etwas Speicher, weil Loop-Audio in WAV gewandelt wird. Reines Abspielen bleibt bei MP3.
Ein iPad ist Master, die anderen sind Clients und zeigen automatisch, was auf dem Master läuft – ohne Klicken, Suchen oder WLAN. Jedes iPad behält dabei seine eigenen Anzeige-Einstellungen, und ob ein Client mitscrollt, schaltest du einzeln. Steht ein Nicht-Apple-Tablet auf der Bühne, zeigst du den Text alternativ im Browser – dafür braucht es dann ein WLAN.
Wie oft sitzt du abends nach dem Gig da und denkst: „Set 2 war richtig stark – was habe ich da eigentlich gespielt?“ Bei ezSongs landet jeder Song, der länger als 30 Sekunden offen war, automatisch in der Playlist, in gespielter Reihenfolge. Passiert fünf Minuten nichts, erscheint ein Trennstrich zwischen den Sets. Passiert über eine Stunde nichts – mittags Empfang, abends andere Veranstaltung –, erkennt ezSongs das als neuen Gig. Du musst nichts mehr von Hand trennen.
Arbeite ich mit einer Sängerin, die nicht jeden Song kann, markiere ich ihre Songs mit einem Punkt in der Seitenleiste. Jede Farbe bekommt einen Namen, lässt sich ein- und ausblenden und als Filter oder Sortierung nutzen.
Sobald ein Bluetooth-MIDI-Dongle erkannt wird, öffnet sich ein Fenster – einmal auf „Verbinden“ tippen, fertig. Kein Wühlen im Setup.
Von rechts nach links wischen, und oben geht es weiter, wo es unten aufgehört hat. Der Song wird dafür in Teilstücke geteilt – Akkorde und Text bleiben immer zusammen.
Sysex-Befehle zum Aufrufen von Registrationsbänken funktionieren in beide Richtungen: Rufst du einen Song am iPad auf, ruft ezSongs die passende Reg-Bank am Genos auf. Rufst du eine Reg-Bank am Genos auf, erscheint der Songtext auf dem iPad.
Soll direkt der richtige Platz mit angewählt werden, legst du einmalig die MIDI-Belegung der zehn Registrationsplätze fest und bestimmst pro Song, welcher Platz aufgerufen wird. Regie-Hinweise wie REG-Wechsel, Variationen oder das Songende markierst du farbig im Text – auf der Bühne auf einen Blick zu erkennen.
Warum sitzt das Suchfeld in den meisten Apps ganz oben, wo du auf einem großen iPad extra hinlangen musst? Bei ezSongs liegen beide Suchen unten in der Mitte. Die Volltextsuche durchsucht Titel und Songtext: Bei „ich liebe dich“ kommt zuerst der Song mit genau diesem Titel, danach alle, die den Satz im Text enthalten. Die zweite Suche in der Seitenleiste durchsucht nur Interpret und Titel – und die Trefferliste bleibt stehen, bis du sie beendest. Perfekt für ein spontanes Medley aus allen Wolfgang-Songs.

Auch die Menüs selbst sind frei sortierbar: Was unten in der Seitenleiste erscheint und in welcher Reihenfolge, entscheidest du – inklusive eigener Icons. Gleiches gilt fürs Sortiermenü und für die Metatags im Song und in der Seitenleiste, mit Schriftgröße und Farbe nach Geschmack.
Und das ist längst nicht alles – entdecke selbst, was noch geht.